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Die
erste Sinfonie ist doch ganz düster und drohend. Schon der erste Satz
gibt Zeugnis von
großen Leiden und tiefem Schmerz, als gebe es kein Glück mehr
in der Welt. Dieses negative
Gefühl führt im zweiten Satz fast zur Resignation. Da schleppt
sich ein sehr Unglücklicher vorwärts.
Im dritten Satz gibt es dann ein sich aufbäumen, einen fast agressiven
Widerstand gegen die düsteren
Gefühle. Ich glaube die Flöten leiten das ein. Aber auch hier
gibt es noch keine Erlösung, der drohende
Ton bleibt. Der vierte Satz ist meines Erachtens ein Sieg über das
Negative. Die Musik wird lieblicher
und auch weniger hektisch. Burgmüller verwendet in diesem Satz auch
mehr Blasinstrumente: Flöten,
Trompeten, Posaunen. Wenn ich mich nicht irre, endet diese Sinfonie in
Siegesjubel und Lebensbejahung.
Burgmüller schrieb diese Sinfonie 1831-1833. Gibt es da biografische
Zusammenhänge mit dem zer-
brochenen Verhältnis mit Sophia Roland 1830? Jedenfalls würde
ich diese Sinfonie die 'Tragische'
nennen.
Die zweite Sinfonie ist völlig anders. Sie sprudelt vor Lebensfreude
und fährt fort, wo die erste endete.
Schon die ersten Takte geben Zeugnis von Naturliebe, ein sich öffnender
Himmel. Da scheint die Sonne
und ich weiß noch, wie warm es mir im Bauch wurde als ich das
zum ersten Mal hörte. Jedes Mal
kommt mir Schumann‘s 'Rheinische' in den Sinn. Aber ich muß auch
manchmal an Brahms denken,
so zum Beispiel bei einer Flötenpassage im ersten Satz. Hat Brahms
diese Sinfonie gekannt? Man sagt
immer daß die zweite Sinfonie von Brahms seine 'Pastorale'
ist. Ich bin da anderer Meinung, aber die
zweite von Burgmüller könnte man mit Recht seine 'Pastorale'
nennen. Im zweiten Satz (Schubert!)
muss ich immer an Eichendorffs Taugenichts denken, der ohne Sorgen
und fröhlich den Rhein
entlang nach Italien wandert.... Wie schade, daß die Sinfonie
unvollendet ist. Aber wie hätte
Burgmüller sie abrunden sollen?
Beitrag
von Harrie Leenders (Heerlen, NL) vom Mai 2001.
Soeben erschienen in Heft 8, August 2001 der Zeitschrift Klassik Heute folgender Artikel über
Norbert Burgmüller:
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Hinweis in Klassik Heute, Heft 10, 2001.
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Programmheft zum Konzert mit Liedern und der Rhapsodie
h-moll op.13 von Norbert Burgmüller.
Aufführungen
der Werke von Norbert Burgmüller im Jahre 2001:
Streichquartett Nr. 4 a-moll op.14
Mannheimer
Streichquartett
Kempten, 1.11.2001
Duo für Klarinette und Klavier Es-dur op.15
Angela Hedrick,
Klarinette; Elizabeth Pridonoff, Klavier
Rice (Ohio),
18.2.2001
Martin Carpentier,
Klarinette; Louise Lessard, Klavier
Quebec, 25.2.2001
Jennifer Beaver,
Klarinette; Trisha Solper, Klavier
Minot (North
Dakota), 1.3.2001
Julie Vreman,
Klarinette; Kevin Loucks, Klavier
Iowa, 29.5.2001
Anthony Pay,
Klarinette; Folco Vicchi, Klavier
Chigiana (Italien),
18.7.2001
Mark Walton,
Klarinette; David Müller, Klavier
Clarence (Australien),
2.9.2001
Adam Pease,
Klarinette; Emily Lu, Klavier
Palo Alto,
7.10.2001
Fernando Dominguez,
Klarinette; Tonatiuh de la Sierra, Klavier
Mexico City,
14.10.2001
Lesley Schatzberger,
Klarinette; Richard Burnett, Klavier
Cobe (GB),
24.10.2001
Rhapsodie h-moll op.13
Christoph Hammer,
Klavier
Kassel, 14.8.2001
Petra Luteijn,
Klavier
Utrecht, 3.11.2001
Matthias Petersen,
Klavier
Detmold, 25.11.2001
Petra Luteijn,
Klavier
Utrecht, 7.12.2001
Ausgewählte Lieder
Ineke Vlogtman,
Sopran; Annemieke van Prooijen, Klavier
Wageningen
(Niederlande), 20.1.2001
Hulshorst
(Niederlande), 28.1.2001
Groningen,
29.1.2001
Rufus Müller,
Tenor; Christoph Hammer, Klavier
Kassel, 14.8.2001
Dorothea Geipel,
Sopran; Matthias Petersen, Klavier
Detmold, 25.11.2001
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