INTERPRETEN
1919
bis zur Gegenwart
Auryn - Quartett
Das Auryn-Quartett zählt heute zu den international renommiertesten
Streichquartetten seiner Gene-
ration. Anlässlich der Gedenkveranstaltungen zum 150. Todestages Norbert
Burgmüllers, bestritt das
Ensemble 1986 in Düsseldorf die Uraufführungen der Streichquartette
Nr. 1 in d-moll op.4 und Nr.3 in
As-dur op.9. Im Anschluss an diese Konzerte nahm das Auryn-Quartett beide
Werke für mehrere Rund-
funkanstalten auf. Zu einer Einspielung auf Tonträgern ist es leider
bislang nicht gekommen.
Cherubini - Quartett
Den obigen Kollegen nicht nachstehend, hat sich auch das Cherubini-Quartett
in seiner Generation
international etabliert. Im selben Düsseldorfer Konzertzyklus von
1986 führte das Cherubini-Quartett
nach mehr als 120 Jahren erstmals wieder das Streichquartett Nr.3 in d-moll
op.7 auf. Der Mitschnitt
dieses Konzertes wurde im folgenden Jahre als Schallplatte publiziert.
Christian Lambour
Der
Pianist, Cembalist und Organist Christian Lambour stammt aus den Niederlanden
und lebt heute
in
Wien. Er befasste sich schon seit den frühen 1980er Jahren intensiv
mit den Werken von Norbert
Burgmüller
und wurde 1986 nach Düsseldorf eingeladen, um bei den Gedenkkonzerten,
gemeinsam
mit dem Bariton Wolfgang Pailer, eine Auswahl der Lieder Burgmüllers
aufzuführen, darunter mehrere
Uraufführungen. Beide Künstler veröffentlichten noch im
selben Jahr eine Schallplatte mit Liedern von
Norbert Burgmüller, zu der Christian Lambour noch die Tonträger-Premieren
der Rhapsodie op.13 und
des Walzers o. op. hinzufügte.
Christian Lambour:
Charlotte Lehmann
Die international geschätzte Sopranistin Charlotte Lehmann war die
erste Sängerin, die die kompletten
Liederzyklen op.3, 6 und 10 (mit ihrem Klavierpartner Jost Michaels) anfangs
der 1980er Jahre bei
mehreren Rundfunkanstalten einspielte. Viele ihrer Interpretationen setzen
auch heute noch Masstäbe.
Mannheimer Streichquartett
Das ebenfalls international äusserst renommierte Mannheimer Streichquartett
hat noch vor dem Auf-
nahmezyklus der vollständigen Quartette von Norbert Burgmüller,
dessen 4. Streichquartett öffentlich
aufgeführt. Die erste Folge der CD-Aufnahme mit den Quartetten Nr.
2 und 4 erhielt durchweg hervor-
ragende Besprechungen.
Jost Michaels
Der international bekannte Klarinettist, Pianist, Dirigent und Pädagoge
Jost Michaels beschäftigt
sich seit den frühen 1950er Jahren mit den Werken von Norbert Burgmüller.
Bis 1969 hatte er das
Duo für Klarinette und Klavier von Norbert Burgmüller bei verschiedenen
Rundfunkanstalten
aufgenommen, ehe er 1970 das Werk im Neudruck herausgeben konnte und damit
dessen Verbreitung
in weiten Kreisen sichern konnte. Seine vorbildlichen Einspielungen der
Lieder Burgmüllers mit
Charlotte Lehmann und Klesie Kelly-Moog, sind weitere Meilensteine der
Burgmüller-Interpretation.
Adrian Ruiz
Der in den Vereinigten Staaten sehr renommierte Pianist Adrian Ruiz machte
in den 1970er Jahren
durch eine Anzahl von Aufnahmen mit ausgefallenem Repertoire der Romantik
von sich reden. Zu
den von Kennern besonders gerühmten Einspielungen, zählt die
Klaviersonate f-moll op.8 von Norbert
Burgmüller aus dem Jahre 1972, mit der Ruiz für die erste Burgmüller-Veröffentlichung
auf Tonträgern
sorgte. Seine Aufnahme hat nach fast drei Jahrzehnten kaum von ihrer Faszination
eingebüsst.
Eckart Sellheim
Der aus Danzig gebürtige Pianist Eckart Sellheim lebt und lehrt seit
Jahren in den USA. Er beschäftigt
sich seit 1970 mit den Klavierwerken von Norbert Burgmüller und spielte
die Klaviersonate f-moll op.8
erstmals 1973 für den Rundfunk ein. 1982 folgte die Premiere des Klavierkonzertes
für den Funk, die
1985 bei einer weiteren Sendeanstalt wiederholt wurde. 1986 in Düsseldorf
interpretierte Sellheim
erstmals öffentlich sämtliche Klavierwerke Norbert Burgmüllers,
darunter die Uraufführungen der
Polonaise F-dur op.16 und des Walzers o.op. In seinen Konzerten hat er
seitdem immer wieder die
Rhapsodie h-moll op.13 auf das Programm gesetzt.
Hans Vogt
Der bekannte Komponist Hans Vogt war vor dem 2. Weltkrieg als Generalmusikdirektor
am Detmolder
Landestheater engagiert. Anlässlich der Feiern zum 100. Todestages
Christian Dietrich Grabbes veran-
staltete Vogt 1936 ein Konzert unter dem Motto Musik um Grabbe.
Dabei brachte er die 1. Sinfonie c-moll
mit grossem Erfolg zur Wiederbelebung und musste das Werk, als Aufnahme
für den Kölner Rundfunk,
wenige Tage später nochmals dirigieren. Er sorgte mit der Aufnahme
dieses Werkes, das Hans Vogt
nach eigener Aussage (1984) "über all' diese Jahre stets präsent
blieb" , für die erste Einspielung eines
Werkes von Norbert Burgmüller. Durch die Korrespondenz mit dem Autor
angeregt, befasste sich Hans
Vogt auch mit der 2. Sinfonie von Burgmüller und schrieb für
die Musica einen vielbeachteten Artikel
über den Sinfoniker Norbert Burgmüller.
Tobias Koch
Der Pianist Tobias Koch beschäftigt sich seit Jahren mit der Klaviermusik von Norbert Burgmüller und
führte bereits 1999 die Klaviersonate öffentlich auf. Seitdem hat er im In- und Ausland immer wieder
Werke von Burgmüller auf seine Programme gesetzt. So auch bei einem Konzert im Rahmen des Düssel-
dorfer Schumann-Festes 2004, als er auf einem Tafelklavier des Düsseldorfer Klavierbauers Klemms in
Robert und Clara Schumanns Wohnhaus an der Bilkerstrasse die Uraufführung der 2004 von Klaus
Tischendorf entdeckten Mazurka Es-dur von Norbert Burgmüller spielte. Inzwischen hat Tobias Koch
eine auβerdordentlich gelungene CD-Einspielung sämtlicher Klavierwerke von Norbert Burgmüller (vgl.
Aktuelles) vorgelegt und im Mai 2006 erstmals seit 20 Jahren wieder das Klavierkonzert fis-moll op.1
mit groβem Erfolg öffentlich aufgeführt. Wir erhoffen eine CD-Einspielung auch dieses Werkes. Sämtliche
Aufführungen - so auch die Begleitung von Liedern Burgmüllers -und Einspielungen der Werke von Norbert
Burgmüller hat Tobias Koch auf urspünglichen Instrumenten aus der Zeit der Entstehung der Werke bestritten.
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