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SERGEJ BORTKIEWICZ  (1877-1952)
 




    BIOGRAPHIE

     Sergej Eduardowitsch Bortkiewicz wurde am 28. Februar 1877 in Charkow geboren. Er wurde hauptsächlich
     von der Mutter unterrichtet ehe er 1896 ans Petersburger Konservatorium ging und dort bei Karl von Arek
     und Anatolij Ljadow studierte. von 1900 bis 1902 besuchte er noch das Leipziger Konservatorium in den
     Klassen von Alfred Reisenauer und Salomon Jadassohn. Nachdem er sich 1904 in der Heimat verheiratet,
     hatte ging Bortkiewicz bis zum 1. Weltkireg nach Berlin, dass er 1914 verlassen musste. Nach einigen Jahren
     in Charkow wurde Bortkiewicz in den Wirren des Bürgerkrieges nach Konstantinopel verschlagen, wo der
     durch die Revolution mittellos gewordene mühsam vesuchte seine Karriere als Komponist, Pianist und Päda-
     goge wieder in Gang zu bringen. 1922 übersiedelte er nach Wien, wo er bis zu seinem Tode am 25. Oktober
     1952 heimisch wurde.
 
 
 




     WERKVERZEICHNIS

      Oper: Die Akrobaten  op.50

    Ballett:  Arabische Nächte  op.37

     Orchesterwerke: Othello, Sinfonische Dichtung op.19; Sinfonien Nr. 1 op.52 und Nr. 2 op.55; Ouvertüre op.53;
     Jogoslawische Suite op. 58; Österreichische Suite für Streichorchester op.51;
     Klavierkonzert Nr. 1 B-dur op.16; Cellokonzert op.20; Violinkonzert op.22; Klavierkonzert Nr. 2 op.28 (für die
     linke Hand); Klavierkonzert Nr. 3 Per aspera ad astra op.32

     Kammermusik: Violinsonate op.26

     Klaviermusik: - für 2 Klaviere: Stücke op.18; Russische Weisen und Tänze op.31
     zu 2 Händen: Sonaten H-dur op.9 und Cis-dur op.60; Präludien op.13, 33, 40 und 66; Etüden op.15 und 29;
     Ballade op.42; Elegie op.46; Lamentations et Consolations op.17; Walzer op. 27 und 48; weitere Zyklen und
     kleinere Sammlungen unter den Opuszahlen 3, 4, 8, 10-12, 14, 21, 24, 30, 35, 39, 48, 54, 59 und 65.

     Schriften: Lebenserinnerungen (1936).
 
 
 
 



 
 

  DISKOGRAPHIE
 
 
 




     Klavierkonzert B-dur op.16 / Stephen Coombs, Klavier; BBC Scottish Symphony Orchestra; Jerzy
    Maksymiuk / Hyperion CDA 66624

    Klaviermusik Vol. I: Präludien op.33; Lamentations et Consolations op.17; Aus Andersens Märchen op.30 /
    Stephen Coombs, Klavier / Hyperion CDA 66933

    Klaviermusik Vol. II: Sonate op.9; Ballade op.42; Elegie op.46; Stücke opp. 3 und 65 / idem / Hyperion
    CDA 67094

    Präludien op.40; Walzer op.27; Ballade op.42; Elegie op.46; 4 Etüden aus op.15; 4 Präludien aus op.33 /
    Pierre Huybregts, Klavier / Centaur CRC 2096

    27 Ausgewählte Klavierstücke / Cyprien Katsaris, Klavier / Piano 21 P21 004
 

    TONBEISPIELE

      Sergej Bortkiewicz ist Vertreter der bedeutenden russischen Komponistengeneration um Skrjabin und Rachma-
     ninoff. Gleich Nikolai Medtner ist er ein eher konservativ orientierter Meister, dessen Klavierwerke nicht nur
     den hervorragenden Kenner des Instruments verraten, sondern in die Bereiche der Klangmagie vordringen.
     Es ist kaum zu verstehen, warum diese eminent pianistische und dankbare Musik bis heute nicht die ihr an-
     gemessene Beachtung gefunden hat. Die bei Lebzeiten des Komponisten erhobenen Vorwürfe der Rückschritt-
     lichkeit sollten heute nicht mehr über den wahren Wert seiner Schöpfungen hinwegtäuschen können.

     1. Satz aus dem Klavierkonzert op. 32 

     Capriccio aus op. 3 

     Burja  aus op. 4 

     Ballade aus op. 10 

     Etüde Nr. 10 aus op. 15 

     Walzer op. 27 

     Etüde Nr. 3 aus op. 29 

     Prelude Nr. 6 aus op. 33 

      Prelude Nr. 10 aus op. 33 

     Prelude Nr. 5 aus op. 40 

     Ballade op. 42 




       Walzer Nr. 2 aus op. 48 

      Capriccio alla Polacca aus op. 65 
 

 

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