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JOSEF MATTHIAS HAUER (1883-1959)
 







   BIOGRAPHIE

     Josef Matthias Hauer wurde am 19. März 1883 in Wiener Neustadt als Sohn eines Gefängnisaufsehers
    geboren. Er besuchte die Lehrerbildungsanstalt und bildete sich autodidaktisch in der Musik. Nachdem
    er den Lehrerberuf aufgegeben hatte entdeckte er 1911 die Grundlagen seiner Zwölftontechnik und
    siedelte sich 1914 in Wien an. Seine entbehrungsreiche Laufbahn als freischaffender Komponist hielt
    nur wenige Höhepunkte durch Aufführungen grösserer Werke bereit. 1927 erhielt er den Kompostions-
    preis der Stadt Wien, 1954 den Professor-Titel und 1956 den Grossen Österreichischen Staatspreis.
    Seine Lehre lebt in seinen Schriften und einigen wenigen namhaften Schülern weiter, während seine
    Kompositionen bis heute ein Schattendasein führen und als Nebenweg der Musik des 20. Jahrhun-
    derts betrachtet werden. Am 22. September 1959 ist Hauer in Wien verstorben.
 
 










     WERKVERZEICHNIS (im Überblick)

    Rund 90 Werke mit Opuszahlen, darunter 2 Opern, Kantaten, Gesänge, Konzerte, 8 Suiten für Orchester,
    Tanzsuiten, Kammermusik, Klavierstücke und Zwölftonmusiken (1912-1939).

    Ab 1940 o. op. mehrere Hundert, meist wenig umfangreiche Zwölftonspiele für verschiedenste Besetzungen.

    Schriften: 5 grössere Abhandlungen und Monographien sowie rund 30 Zeitschriftenaufsätze.
 
 







  LITERATUR

    Szmolyan, W.: J.M. Hauer. Wien 1965.
    Henck, H.: Fürsprache für Hauer. Deinstedt 1998 (mit umfangreicher Bibliographie).
 
 






   DISKOGRAPHIE
 
 






    Die Schwarze Spinne, Deutsches Singspiel in 2 Akten op.62 / Ernst Gutstein, Bariton; Maurice Besançon,
    Bariton; Otto von Rohr, Bass; Willy Ferenz, Tenor; Paul Huddleston, Tenor; Paul Schöffler, Bariton; Althea
    Bridges, Sopran; Marilyn Tyler, Sopran; Wiener Staatsopernchor; Wiener Symphoniker; Michael Gielen
    Amadeo 431079-2
    Salambo, Oper in 7 Bildern op.60 / Susan Roberts, Sopran; Diane Elias, Mezzosopran; Claes H. Ahnsjö,
    Tenor; Rudolf Constantin, Bariton; ORF-Chor; Radio-Symphonie-Orchester Wien; Lothar Zagrosek /
    Orfeo C 493 981 A
    15 Zwölftonspiele / Ensemble Avantgarde / MGD 613 1060-2
    Sieben kleine Stücke op. 3; Nachklangstudien op. 16; Nomos op. 19; 16 Klavierstücke mit Überschriften
    nach Worten von Friedrich Hölderlin op. 25 / Herbert Henck, Klavier / WER 6600-2
     Nomos op.2; Tanz op.10; Phantasie op.17; Zwölftonspiel Weihnachten 1946 / Steffen Schleiermacher,
    Klavier / MGD 603 0878-2
    Werke für Violine und Klavier opp. 28, 41 und 56; Skizzen o. op.; Zwölftonspiele / Karin-Regina Florey,
    Violine; Gerhard Zeller, Klavier / Extraplatte EX 473-2
    Atonale Musik op.20 / Steffen Schleiermacher, Klavier / MDG 613 1180-2
 

  TONBEISPIELE

    Es ist hier keineswegs der Ort, die theoretische Diskussion um Hauer fortzuspinnen. Darüber informiert
    eine Vielzahl von Abhandlungen ebenso wie über den Prioritätsstreit mit Schönberg zur Entwicklung
    der dodekaphonischen Technik. Das Anliegen dieser kurzen Präsentation ist es vielmehr den unvorein-
    genommenen Hörer mit der sinnlichen Qualität der Hauerschen Musik zu konfrontieren, die diese in
    hohem Masse und jenseits aller Theorie ausstrahlt. Wer sich auf diese ganz eigene Klangwelt einzu-
    lassen vermag, wird nach einer gewissen Phase des Einhörens mit reichen Erlebnissen belohnt werden.

  Apokalyptische Fantasie  für Orchester op.5 

    Romantische Fantasie  für Orchester op.7 

    Orchestersuite Nr.7 op.48 

    Musik-Film  für Klavier op.51 

    Violinkonzert op.54 

    Klavierkonzert op.55 

    2 Zwölftonspiele 
 
 









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