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JAN VACLAV KALIVODA (1801-1866)
 



   BIOGRAPHIE

     Johann Wenzel Kalliwoda wurde am 21. Februar 1801 in Prag geboren. Bereits als 10jähriger wurde er am
    Prager Konservatorium Schüler von Dionys Weber in der Komposition und von Pixis als Geiger. Mit fünfzehn
    Jahren trat er erstmals öffentlich auf und wurde dann Geiger im Prager Theaterorchester. Eine erste Konzert-
    reise führte ihn 1821 nach Linz, München und Donaueschingen, wo er das Angebot des Fürsten von Fürsten-
    berg erhielt, als Nachfolger von Konradin Kreutzer Hofkapellmeister zu werden. Dies Amt trat er 1822 an und
    blieb auf diesem Posten mit Unterbrechungen bis 1866. Während dieser Jahre machte er umfangreiche Kon-
    zertreisen als Dirigent und Geiger durch halb Europa. Angebote für leitende Positionen in Prag, Leipzig und
    Mannheim schlug er aus. Am 3. Dezember 1866 ist Kalliwoda in Karlsruhe gestorben.
 

     WERKVERZEICHNIS (im Überblick)

    Rund 300 Werke sämtlicher Gattungen:

    2 Opern; zahlreiche Lieder und Chorwerke; 10 Messen.

    7 Sinfonien; 18 Ouvertüren; zahlreiche konzertante Werke für Klavier, Streicher oder Bläser mit Orchester.

    3 Streichquartette; 1 Klavierquartett; 3 Klaviertrios; eine Vielzahl von Sonaten und Duos, meist für
    Streicher und Klavier.

     Zahlreiche Werke für Klavier zu zwei und vier Händen.

    Unterrichtswerke für Streicher.
 
 

  DISKOGRAPHIE
 
 

    Sinfonien Nr. 5 h-moll op.106 und Nr.6 g-moll o.op. / Rundfunkorchester Pilsen; Jiri Malat / Centaur CRC 2123
    Sinfonie Nr.1 f-moll op.7 (arr. zu 4 Hdn. v Czerny); Divertissement op.28; Märsche op.26; Sonate g-moll
    op.135 / Klavierduo Takezawa-Sischka / ARS FCD 368 408
    Klaviersonate Es-dur op.176 / Sontraud Speidel, Klavier / Antes BM-CD 14.9001
    Kleinere Werke verstreut auf einzelnen CD im Handel.
 

    TONBEISPIELE

    Kalliwodas Werke waren zwischen 1825 und 1850 sehr weit verbreitet. Wie bei seiner enormen Produktion
    kaum verwunderlich, bietet er Stücke sehr unterschiedlicher Qualität. Seine besten Schöpfungen finden sich
    vor allem unter seinen von Schumann sehr geschätzten Sinfonien und den Ouvertüren. Die Kammer- und
    Klaviermusik enthält wie das Liedschaffen so manche Perle, die Kalliwoda als würdigen Nachfahren der
    grossen böhmischen Musikantentradition zeigen und als Sinfoniker zum Wegbereiter von Smetana
    und Dvorak werden liessen.

   1. Satz aus der Sinfonie Nr. 1 f-moll op.7 

    3. Satz aus der Sinfonie Nr.2 Es-dur op.17 

    3. Satz aus der Sinfonie Nr.3 d-moll op.32 

    4. Satz aus der Sinfonie Nr.4 C-dur op.60 

    Gloria aus der Messe A-dur op.137 

    1. Satz aus dem Klaviertrio Nr.2 B-dur op.130 

    Introduktion und Rondo für Horn und Orchester op.51 

    Adagio und Rondo facile für Klavier und Orchester op.82 

    Mazurka op.145 Nr. 2 

    Walzer o. op. 
 







 

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