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ROBERT VOLKMANN (1815-1883)
 



  BIOGRAPHIE

     Robert Volkmann wurde am 6. April 1815 im sächsischen Lommatzsch geboren. Erster Unterricht durch den
    Vater, dann bei Anacker in Freiberg. Von 1836 bis 1839 studierte er bei C. F. Becker in Leipzig und dann noch
    kurzfristig in Prag. 1840 wandte er sich nach Ungarn, war Privatlehrer, Organist und Chordirigent in Szemered
    und Pest. 1854 bis 1858 lebte er in Wien, um dann für den Rest seines Lebens nach Ofen und Pest zurückzu-
    kehren. Berufungen nach Wien und als Thomaskantor nach Leipzig lehnte er ab. Volkmann starb am 29. Ok-
    tober 1883 in Pest, nachdem er ab 1875 eine Meisterklasse für Komposition an der Pester Landesmusikschule
    geleitet hatte. Er war mit Brahms und besonders dem Musikforscher und Komponisten Nottebohm befreundet.
    Der auf strikte Freiheit und Unabhängigkeit bedachte Komponist blieb unverheiratet, lernte nie die ungarische
    Sprache und zog ein mitunter kärgliches Auskommen festen Anstellungen wo irgend möglich vor.
 
 




     WERKVERZEICHNIS (im Überblick)

    2 Sinfonien d-moll op.44 und B-dur op.53; 2 Ouvertüren op.50 und op. posth.; Musik zu Richard III.
    op.68 und 73; Cellokonzert a-moll op.33; Konzertstück für Klavier op.42; Serenaden für Streichor-
    chester op. 62, 63 und 69

    6 Streichquartette op. 9, 14, 34, 35, 37 und 43; 2 Klaviertrios F-dur op.3 und b-moll op.5; Schlummerlied
    op.76; Duos für Violine oder Cello mit Klavier op. 7, 10, 15, 31, 60, 61 und 74

     Werke für Klavier - zu vier Händen op.11, 24, 39, 40, 55 und 57; -  zu 2 Händen op. 1, 4, 6 ,8, 12, 17,
    18, 19, 20, 21, 22, 23, 25, 26, 27, 36, 41, 51 und o. op.

    Chorlieder op. 30, 48, 58, 59, 64, 70, 71, 75 und o. op.; Chormessen op. 28 und 29; Für Singstimmen und
    Orchester op. 38, 45, 47, 49 und 65; Chöre mit Klavier op. 38; Duette op.67; Klavierlieder op. 2, 13, 16,
    32, 46, 52, 66, 72 und o. op.

    LITERATUR

    Volkmann, H.: Robert Volkmann. Sein Leben und seine Werke. Leipzig 1903.
    Volkmann, H.: Robert Volkmann. Leipzig 1915.
    Volkmann, H.: Robert Volkmanns Briefe. Leipzig 1917.
    Brawley, T.M.: The Instrumental Works of Robert Volkmann. Evanston 1975
    Puchelt,G.: Verlorene Klänge. Berlin 1969.
 




  DISKOGRAPHIE (in Auswahl)
 




    Sinfonien Nr. 1 und 2; Ouvertüre Richard III. op.68; Ouvertüre C-dur op. posth.; Cellokonzert a-moll op.33 /
    Johannes Wohlmacher, Violoncello; Nordwestdeutsche Philharmonie; Werner Andreas Albert / CPO 999 151-2
    3 Serenaden für Streichorchester / SO des Bayerischen Rundfunks; Karl-Ludwig Nicol / Christophorus CD 74506
    idem / Deutsche Kammerkademie Neuss / Johannes Goritzki / CPO 999 159-2
    Konzertstück op.42 / Jerome Rose, Klavier; Orch. v. Radio Luxembourg; Pierre Cao / Turnabout 1157184
    Streichquartette Nr. 1 und 4 / Mannheimer Streichquartett / CPO 999 115-2
    Streichquartette Nr. 2 und 5 / Mannheimer Streichquartett / CPO 999 167-2
    Streichquartette Nr. 3 und 6 / Mannheimer Streichquartett / CPO 999 237-2
    Klaviertrios op. 3 und op.5 / Beethoven-Trio Ravensburg / CPO 999 128-2
    Sämtliche Werke für Klavier zu vier Händen / Larissa Kondratjewa; Reinhard Schmiedel / CPO 999 276-2
    25 Ausgewählte Lieder / Yvi Jänicke, Sopran; Nicole Winter, Klavier / CPO 999 073-2
    Händel-Variationen op.26; Wanderskizzen op.23; Cavatine und Barcarole op.19; Nocturne op.8; Intermezzo
    op.25 b; Auswahl aus Buch der Lieder op.17 und Märsche op.22 / Ilona Prunyi, Klavier / Hungaroton HCD 31735
    Klaviersonate c-moll op.12; Fantasie op.25a / Adrian Ruiz / Genesis GCD 108
 

    TONBEISPIELE

    Volkmanns historische Stellung entzieht sich der Einordnung. Von Mitgliedern des Brahmskreises wie von
    der Neudeutschen Schule gleichermassen geschätzt und für die eigene Richtung reklamiert, wollte er selbst
    weder Zukünftler noch Zopf, sondern bloss Volkmann sein. In seinen bedeutendsten Werken vom Klavier-
    trio b-moll op.5 über die Händel-Variationen, die 1. Sinfonie und die reifen Streichquartette bis zur Musik
    zu Richard III. ist ihm dies überzeugend gelungen. Ferner halten neben den Grossformen auch die Minia-
    turen aus Klavier- und Kammermusik wie besonders dem Liedschaffen noch manche Perle bereit.

   Romanze für Violoncello und Klavier op.7 

    2 Klavierstücke aus Buch der Lieder  op.17 

    Deutsche Tanzweisen op. 18 

    Ungarische Skizzen op. 24 (Auswahl) 

    Fantasie op.25 a 

    Variationen über ein Thema von Händel op.26 

    1. Satz aus der Sinfonie Nr.1 d-moll op.44 
 






 

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